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Vier Jahre Festhalle in Oberbruch – Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft Oberbruch 2020 e.V.

Vorstand und Bauausschuss der IG2020

„Im Frühjahr 2014 hat mich der Bürgermeister Dieser angerufen und gefragt, ob ich eine Halle haben möchte“, beschreibt Josef Füßer, Vorsitzender der IG Oberbruch 2020 den Beginn des „Abenteuers“ Festhalle. Die Festhalle sollte vom Ortsring Oberbruch übernommen werden und ehrenamtlich weitergeführt werden. Allerdings bestand die Vereinbarung lediglich aus dem Vorstand und den Stellvertretern. Ihnen war diese Aufgabe nicht zuzumuten. Gemeinsam haben Bürgermeister Dieder und Josef Füßer die Idee der Vereinsgründung diskutiert und realisiert. Am 1. September 2014 übernahm die IG Oberbruch 2020 die Festhalle, mit dem Ziel, den Beweis anzutreten, dass die Halle eine Zukunft hat und die dringende Sanierung durch den Eigentümer vorgenommen wird.

Der Mietvertrag wurde zunächst für ein Jahr abgeschlossen und in 2015 für weitere 10 Jahre verlängert. Anlässlich der Mitgliederversammlung berichtete Josef Füßer über die letzen 4 Jahre Arbeit in der Festhalle in Oberbruch. Diese Stunde „Null“ war begleitet von einer Ungewissheit – denn keiner der Beteiligten wusste, was geschieht jetzt. 

Wird die Idee der Vermietung von Räumen ohne Abnahmezwang angenommen? Dem Vorstand der Interessengemeinschaft wurde schnell bewusst, dass alle Räume dringend renoviert werden musste, damit eine regelmäßige Vermietung möglich ist. Auch war klar, dass bei dem großen Raumangebot ein Verwaltungsprogramm her musste. Vermietungen sollten ausschließlich nur über Internet möglich sein. Jeder Raum bekam einen Namen, herkommend aus der ehemaligen selbständigen Gemeinde Oberbruch. So feiern die Mieter in Kranzes, Bleckden, Grebben, Hülhoven, Eschweiler, Oberbruch. Gekegelt wird auf Eilandshof.

Der Vorstand der IG bildete aus den Reihen der Mitglieder ein ORGA-Team, das sich mit dem Tagesgeschäft beschäftigt und einen Eventausschuss, der für Planung und Durchführung von eigenen Veranstaltungen verantwortlich war. Was diese Frauen und Männer in den letzten vier Jahren geleistet haben, lässt sich mit Zahlen ideal belegen:

So wurde in die Geschäftsausstattung eine Summe von nahezu 144000 Euro investiert. Reparaturen am Gebäude schlagen mit 48000 Euro und am Inventar mit fast 10000 Euro zu Buche.  Investitionen in die Räume in der Festhalle dauern an. So wird aktuell über das Anschaffen von mobilen Kaffeetheken für Workshops oder Seminare von Firmen nachgedacht. „Diese Anschaffungen und Investitionen waren dringend erforderlich, damit die Räume für die Mieter attraktiv und feierwürdig sind“, beschreibt Josef Füßer. Und der Vermietungserfolg stellte sich schnell ein. Anja Husung-Kunert stellte die Zahlen 2018 vor.

So verbuchte die IG Oberbruch in 2017 insgesamt 280 Raumbelegungen und in 2018 sogar 310. Davon waren 36 % der Mieter Privatpersonen, 28 % Unternehmen, 30 % Vereine und Organisationen, 6 % Behörden und Schulen. Bereits heute liegen für 2019 und 2020 insgesamt 71 Reservierungen vor. Dies alles war nur möglich, weil sich mehr als 20 Frauen und Männer bereit erklärten, ehrenamtlich zu arbeiten und dieses bürgerschaftliche Engagement mit Leben zu füllen. Nahezu 7000 Stunden wurde ehrenamtlich gearbeitet.

Auch der Weihnachtsmarkt 2017 war wieder ein toller Erfolg. So auch der Besuch der Springmaus aus Bonn.

Schatzmeister Robert Knur erläuterte in seinem Kassenbericht die finanzielle Lage des Vereines. So wurde wieder ein Gewinn erzielt, der aber, so Knur, nicht Hauptzweck der täglichen Arbeit in der Festhalle in Oberbruch sei. Die Kassenprüfer Fritz Niessen und Friedhelm Hampel konnten der Versammlung aufgrund ihrer Prüfung Entlastung des Vorstandes empfehlen. Was dann auch auf Empfehlung des Versammlungsleiters Heinz Hennebrüder einstimmig geschah.

Auch die von Hennebrüder geleitete Neuwahl des Vorstandes brachte ein einstimmiges Ergebnis. Mittels Blockwahl wurde die bisherigen Vorstände in ihren Ämtern bestätigt. Also: Josef Füßer Vorsitzender, Anja Husung-Kunert Geschäftsfüherin, Robert Knur Kassierer.

Begleitend zur anstehenden Sanierung gründete die IG Oberbruch 2020 einen Bauausschuss. Er wird die Bauarbeiten begleiten und eng mit der Stadt Heinsberg die Baumaßnahmen koordinieren. Ilias Nikolareas, Hans-Josef Meiers und Frank Ecker sind die Mitglieder im Bauausschuss.

Ilias Nikolareas informierte die Versammlung über die jetzt anstehenden Arbeiten. So wird die Halle nach Palmsonntag bis ca. 10. Oktober geschlossen. Umfangreiche Arbeiten an der Decke sind Schwerpunkt der Arbeiten. Neue Toilettenanlagen werden gebaut. Arbeiten an der Heizungsanlage stehen ebenfalls auf dem Programm. Begonnen werden soll auch der Bau eines Personenaufzuges.

ORGA-TEAM der IG2020 beim Mittwochstreffen

Hier gibt es einen kleinen Eindruck was Mittwochs hinter den Kulissen so passiert bzw. wenn das Team mal frei hat 🙂